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Ich hatte zuerst Zweifel bei Kunstnägel

Kunstnägel fand ich schon immer schrecklich. Als meine Tochter dann auch noch mit diesen schaufelartigen Krallen ankam, konnte ich es gar nicht fassen!

Ich arbeite zwar im öffentlichen Dienst und achte auf ein gepflegtes Erscheinungsbild, aber so eine Selbstverstümmelung habe ich nie in Betracht gezogen. Aber unverhofft kommt ja oft, in diesem Fall ein Aushang im Betrieb, dass der ortsansässige Friseur dringend ein Modell für einen Lehrling sucht. Da eine Kurzhaarfrisur bei regelmäßigem Schneiden den Geldbeutel ziemlich schmälert, genoss ich mehrere Monate den kostenlosen Service, auch wenn meine Geduld manchmal sehr strapaziert wurde.

Aber dann kam der Tag der Wahrheit, die Prüfung nahte, ein Bestandteil war zu meinem Erschrecken auch die Fingernägel! Aber wer A sagt, muss ja bekanntlich auch B sagen. Zähne knirschend ließ ich es zu, dass mir Kunstnägel aufgeklebt wurden. Auf meinen dringenden Wunsch hin wurden sie relativ kurz geschnitten, dann doppelt mit einem Gel überzogen, welches dann jeweils gehärtet wurde. Die junge Frau gab sich viel Mühe beim Feilen, so dass die Form der Fingernägel einem natürlichen Aussehen sehr nahe kam. Trotzdem empfand ich diese Dinger in den ersten beiden Tagen als eher unangenehm und zerfloss in Selbstmitleid, weil ich mich so aufgeopfert hatte.

Während der Prüfung vollzog sich dann eine wunderbare Wandlung. Die Nägel erhielten einen auffälligen bordeauxfarbenen Lack, nie im Leben hätte ich mich selbst für so eine auffällige Farbe entschieden, aber zum Glück konnte ich sie ja am Abend mit Aceton freiem Nagellackentferner wieder beseitigen. Zu allem Überfluss wurde nun auch noch ein dekoratives Kunstnägel-Muster aufgetragen! Mein Unmut wurde lediglich durch mein Mitleid für den armen Prüfling gemildert, da die Prüfer wie Bullenbeißer mit strengem Blick jeden einzelnen Arbeitsschritt argwöhnisch begutachteten.

Am Abend der Prüfung brachte ich es dann nicht übers Herz, diese mühselige Arbeit einfach wieder zu entfernen. Schließlich wollte ich wenigstens noch meiner Tochter beweisen, dass ich ziemlich cool sein konnte! Am nächsten Tag erntete ich völlig unerwartet bewundernde Blicke meiner Kolleginnen für meine künstlichen Fingernägel, die Komplimente schmeichelten natürlich meiner Eitelkeit!

So langsam legte sich auch das Gefühl, etwas Fremdes mit mir herumzutragen. Trotzdem war ich noch nicht endgültig überzeugt. Ich lebe auf dem Land, ich muss also Bohnen pflücken, Kartoffeln buddeln, und zu diesem Zeitpunkt musste ich sogar Hühner rupfen und ausnehmen. Wie durch ein Wunder überstanden meine künstlichen Nägel alle Strapazen unbeschadet, auch wenn mein Arbeitstempo ein bisschen eingeschränkt war.

Inzwischen habe ich mich so daran gewöhnt, dass ich kaum einen Unterschied zu meinen bis dahin immer kurz geschnittenen natürlichen Nägeln spüre. Bei einigen Arbeiten trage ich inzwischen Haushaltshandschuhe, damit die Pracht möglichst lange hält. Das Feilen und Lackieren geht mir zwar etwas langsam von der Hand, aber die Mühe lohnt sich.

Meine Freundin wünscht sich übrigens zu ihrem Geburtstag einen Gutschein für eine Nagelmodellage. Diesem Wunsch werde ich mich wohl in Zukunft anschließen müssen, meine Frisöse hat ihre Prüfung bestanden, damit ist meine kostenlose Modellzeit also vorüber. Meine künstlichen Nägel möchte ich aber nicht mehr missen!